Kammerjäger München Au-Haidhausen: Wissen für Mieter, Eigentümer und Wirte
Wer ist für Ratten an der Isar zuständig, wer zahlt bei Mäusen im Mietshaus, und was gilt beim Hornissennest unterm Dach? Die folgenden Abschnitte ordnen diese Fragen für Au und Haidhausen ein, mit den zuständigen Stellen der Stadt. So wissen Sie schon vor dem Anruf beim Kammerjäger München Au-Haidhausen, welche Regeln gelten und was Sie selbst tun können.
Warum Schädlinge in Au-Haidhausen leichtes Spiel haben
Die beiden Stadtteile sind sehr unterschiedlich gebaut. Die Au wurde beim Luftangriff vom 24. auf den 25. April 1944 schwer getroffen und in den fünfziger Jahren mit schnell errichteten Einfachwohnungen wieder aufgebaut, nur noch etwa ein Fünftel der Häuser stammt aus der Zeit vor 19197. Dazwischen stehen bis heute kleine Herbergshäuschen aus dem 19. Jahrhundert, etwa in der Sammtstraße und in der Nockherstraße9. Haidhausen dagegen blieb im Krieg weitgehend verschont, im Franzosenviertel stammen 66 Prozent der Bausubstanz aus der Zeit vor 19143.
Für Schädlinge bedeutet das zweierlei. Alte Häuser haben Mauerfugen, Kellerfenster ohne Gitter, Rohrdurchführungen und Hohlräume hinter Verkleidungen, in denen sich Mäuse, Schaben und Silberfischchen gut verstecken. Die Nachkriegsbauten der Au haben oft gemeinsame Kellergänge und Müllräume, über die ein Befall von einem Haus ins nächste wandert. Hinzu kommt viel Gastronomie: Zwischen Ostbahnhof, Rosenheimer Platz und Max-Weber-Platz gibt es Restaurants fast jeder Landesküche, dazu Wirtshäuser und Biergärten3.
Dreimal im Jahr kommt die Auer Dult auf den Mariahilfplatz, mit Schaustellern, Marktleuten und Tausenden Besuchern9. Auf dem Wiener Platz wird der traditionsreiche Markt seit April 2026 saniert, die Händler verkaufen in der Zwischenzeit aus einem Interimsmarkt10. Wo Lebensmittel verkauft und verzehrt werden, fallen Reste an, und Reste locken Ratten, Mäuse und Wespen an. Ein Kammerjäger München Au-Haidhausen schaut deshalb nicht nur auf das einzelne Tier, sondern auch auf Mülltonnen, Lager und Hofeinfahrten.
Ratten an Isar und Maximiliansanlagen: was die Stadt beobachtet
Im August 2026 hat das Gesundheitsreferat dem Stadtrat aufgezählt, wo sich Ratten in München regelmäßig wieder einnisten. Genannt werden unter anderem die Maximiliansanlagen, die Freizeitbereiche an der Isar, die Museumsinsel und Bahnhöfe samt ihren Vorplätzen2. Alle diese Orte liegen in Au-Haidhausen oder direkt daneben. Das Gesundheitsreferat stellt außerdem fest, dass Ratten in allen Stadtbezirken in wechselnder Zahl vorkommen, im Stadtgebiet in aller Regel als Wanderratten2.
Ein Jahr zuvor ging es um die Isarufer an der Wittelsbacherbrücke und am Flaucher. Dort ziehen nach Angaben des Gesundheitsreferats wegen der intensiven Freizeitnutzung im Sommer regelmäßig Wanderratten zu, weil sie am Wasser gute Lebensbedingungen und achtlos weggeworfene Lebensmittel finden11. Die Au beginnt im Süden genau an der Wittelsbacherbrücke und reicht bis zur Ludwigsbrücke12.
Wichtig für Anwohner: Ein flächendeckendes, vorbeugendes Auslegen von Ködern lehnt das Gesundheitsreferat ab. Auf Privatgrund sei das rechtlich nicht durchsetzbar, und Köder verlieren im Freien nach wenigen Tagen ihre Wirkung11. Laut Fachliteratur lässt sich höchstens rund 90 Prozent eines Bestandes tilgen, Zuwanderung bleibt möglich. Für Sie heißt das: Ein Rattenbefall auf Ihrem Grundstück wird dort bekämpft, wo er auftritt, und die Nachkontrolle gehört fest dazu.
Ratten melden und bekämpfen lassen: Wege in Au und Haidhausen
Sehen Sie Ratten auf öffentlichem Grund, etwa in den Frühlingsanlagen oder am Gasteig, ist die Meldung an das Gesundheitsreferat der richtige Weg. Die Abteilung Kreisverwaltungsaufgaben nimmt Hinweise per E-Mail an rattenbefall.gsr@muenchen.de entgegen, die Meldung selbst kostet nichts6. Auf städtischen Grünflächen gibt das Gesundheitsreferat den Hinweis an das zuständige Referat weiter, bei Grünanlagen meist an das Baureferat, das eine Fachfirma beauftragt11.
Anders auf Privatgrund: Hier werden Eigentümer und Nutzungsberechtigte angehalten, Ratten selbst oder durch eine Fachfirma bekämpfen zu lassen, unabhängig davon, woher die Tiere stammen6. Bestätigt sich ein Befall, kann die Behörde die Bekämpfung anordnen und dabei auch verlangen, dass Fachkräfte beauftragt werden13. Für eine Meldung sollten Sie bereithalten:
- Ihren Namen und eine Rückrufnummer, unter der Sie tagsüber erreichbar sind
- möglichst genau den Ort, zum Beispiel Hof, Kellerabgang oder Müllplatz mit Hausnummer
- Datum und Uhrzeit der Beobachtung, gern auch ein Foto
- den Hinweis, ob es sich um Ratten handelt, denn Mäuse nimmt das Gesundheitsreferat nicht als Meldung an
Ungeziefer in der Mietwohnung in Haidhausen: Rechte und Kosten
In Au-Haidhausen wohnen viele Menschen zur Miete, in Altbauten ebenso wie in geförderten Wohnungen der städtischen Gesellschaft oder von Genossenschaften7. Taucht Ungeziefer auf, ist zuerst der Vermieter zu informieren, und zwar unverzüglich. Die Mietberatung der Stadt rät, den Mangel schriftlich und möglichst konkret zu beschreiben14.
Die Kosten einer regelmäßigen Ungezieferbekämpfung zählen nach der Betriebskostenverordnung zu den umlagefähigen Kosten15. Ob ein einzelner Einsatz tatsächlich auf die Mieter umgelegt werden darf, hängt vom Einzelfall und vom Mietvertrag ab. Schränkt ein Befall das Wohnen spürbar ein, kann die Miete gemindert sein, eine unerhebliche Beeinträchtigung bleibt dabei außer Betracht16. Feste Prozentsätze gibt es laut städtischer Mietberatung nicht, und Minderungen über eine Monatsmiete hinaus können ein Kündigungsrisiko bergen14.
Eine Bescheinigung über Befall, Maßnahmen und Nachkontrolle schafft Klarheit zwischen Mieter, Hausverwaltung und Eigentümer. Falkor24 stellt sie auf Wunsch aus, sobald wir den Einsatz abgeschlossen haben. Gerade bei einem Kammerjäger München Au-Haidhausen im Mietshaus mit vielen Parteien erspart das später Streit.
Wespen und Hornissen im Altbau von Au-Haidhausen
Rollladenkästen, Dachüberstände und Balkone der Gründerzeithäuser sind beliebte Neststandorte. Für Wespen gilt der allgemeine Artenschutz, ein Nest darf aber entfernt werden, wenn ein vernünftiger Grund vorliegt, etwa ein Nest im Rollladenkasten der Balkontür oder eine Allergie im Haushalt. Eine Befreiung der Unteren Naturschutzbehörde braucht es dafür nicht8.
Hornissen dagegen sind besonders geschützt17. Wer ihr Nest umsiedeln oder entfernen lassen möchte, beantragt online eine artenschutzrechtliche Befreiung bei der Unteren Naturschutzbehörde im Referat für Klima- und Umweltschutz, für Hummeln und andere Wildbienen ist die Regierung von Oberbayern zuständig8. Die Behörde entfernt selbst keine Nester, dafür beauftragen Sie eine Fachfirma. Falkor24 kümmert sich um Wespen direkt und um Hornissen, sobald die Genehmigung vorliegt.
Ein Trost für alle, die im Spätsommer ein Nest entdecken: Wespen- und Hornissennester sind nur eine Saison bewohnt und werden im Folgejahr nicht wieder bezogen. Junge Königinnen beginnen im April mit dem Bau, auffällig werden die Nester meist erst im Juni oder Juli8.
Schädlingen vorbeugen zwischen Dult, Biergarten und Hinterhof
Viele Fälle lassen sich mit wenig Aufwand verhindern. Die Stadt München gibt dazu klare Hinweise, die sich in Au und Haidhausen besonders lohnen, weil Höfe klein und Mülltonnen dicht beieinander stehen6:
- Mülltonnen immer geschlossen halten und nichts daneben stellen, beschädigte Tonnen austauschen lassen.
- Essensreste gehören in die Biotonne, weder auf den Komposthaufen im Hof noch ins WC.
- Gaststätten und andere Gewerbebetriebe brauchen eine eigene Speiserestetonne.
- Keine Tauben, Enten oder Eichhörnchen in den Isaranlagen und auf Plätzen füttern.
- Rollladenkästen bis Ende März beidseitig abdichten und die Rollläden im April oft bewegen, damit Wespenköniginnen dort nicht bauen8.
- Untersetzer, Gießkannen und Regentonnen auf dem Balkon regelmäßig leeren, das nimmt der Tigermücke die Brutstätten18.
Schaben im Lokal und Tauben am Haus: zwei Sonderfälle in Au-Haidhausen
Bemerken Gäste Kakerlaken, Mäuse oder Ratten in einem Restaurant oder einer Bäckerei, ist das ein Fall für die Bezirksinspektionen des Kreisverwaltungsreferats4. Für Betreiber in den vielen Lokalen Haidhausens heißt das: Ein Befall sollte bekämpft und dokumentiert sein, bevor die Lebensmittelüberwachung danach fragt. Falkor24 hilft auch hier, bei Schaben mit Nachkontrolle und auf Wunsch mit Bescheinigung.
Auf Simsen und Balkonen der Gründerzeitfassaden sitzen oft Stadttauben. In München ist es seit 2018 verboten, verwilderte Tauben zu füttern, Verstöße kann die Bußgeldstelle des Kreisverwaltungsreferats verfolgen19. Die Stadt berät zudem Hausverwaltungen, wie sich Tauben von Balkonen fernhalten lassen20. Falkor24 bringt dafür Netze, Spikes und Spanndrähte an, die die Vögel abhalten, ohne sie zu verletzen.
Stand der Angaben: 26. Oktober 2026
Quellen zu den Angaben auf dieser Seite 20 Fundstellen
So ist diese Seite entstanden: Recherche aus öffentlichen Quellen, jede Zahl und Ortsangabe von Hand gegen die Fundstelle geprüft, Stand 26. Oktober 2026. Angaben zu unseren Leistungen und Abläufen stammen von Falkor24 selbst.
- Statistisches Amt München: Bevölkerung, Fläche und Dichte in den Stadtbezirken am 31.12.2025
- Baureferat und Gesundheitsreferat München: Antwort auf Anfrage „Rattenbefall in München“ (August 2026)
- Wikipedia: Haidhausen
- Landeshauptstadt München: Ungeziefer in Lebensmittelbetrieb
- muenchen.de: Haidhausen, Wissenswertes, Tipps und Infos
- Landeshauptstadt München: Meldung von Ratten (Gesundheitsreferat)
- Wikipedia: Au-Haidhausen
- Landeshauptstadt München: Wespen und Hornissen (Untere Naturschutzbehörde)
- muenchen.de: Die Au, Wissenswertes, Tipps und Infos
- tz: Interimsmarkt am Wiener Platz, Sanierung der Marktstände (09.04.2026)
- Gesundheitsreferat München: Antwort zur Rattenbekämpfung an Wittelsbacherbrücke und Flaucher (2025)
- Wikipedia: Au (München)
- Infektionsschutzgesetz § 17
- Mietberatung der Landeshauptstadt München: Infoblatt Mängel in der Wohnung
- Betriebskostenverordnung § 2
- BGB § 536
- Bundesnaturschutzgesetz § 44
- Landeshauptstadt München: Tigermücke
- Landeshauptstadt München: Verstoß gegen das Taubenfütterungsverbot
- Landeshauptstadt München: Beratung und Information zu Stadttauben (KVR)
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