Ratgeber Schädlingsbekämpfung Augsburg: Regeln, Ämter, Vorbeugung
Wer muss Ratten bekämpfen lassen, was gilt bei Hornissen und warum dürfen Sie Tauben in Augsburg nicht füttern? Diese Fragen beantworten wir hier mit den Angaben der Stadt, eines Augsburger Gerichts und der Bundesgesetze. So wissen Sie vorab, worauf es ankommt, wenn Sie die Schädlingsbekämpfung Augsburg rufen.
Wasser, Kanäle und Grün: was Augsburg für Schädlinge bedeutet
Kaum eine deutsche Großstadt ist so stark vom Wasser geprägt. Die Kanäle, von denen die meisten durch das Lechviertel fließen, werden von 500 Brückenbauwerken überspannt und gehören seit dem 6. Juli 2019 zur Welterbestätte „Das Augsburger Wassermanagement-System“. Im Südosten liegt mit dem Stadtwald der größte Auwald Bayerns, rund 21,5 Quadratkilometer groß.
Ratten brauchen Wasser, Futter und Deckung, und wo Menschen essen und Abfall entsteht, finden sie alle drei. Radio Augsburg nannte im April 2025 als Gründe für mehr Ratten in der Stadt unter anderem milde Winter, auf der Straße fallengelassenes Essen, Vogelfutter, Speisereste in der Toilette, fehlende Rückstauklappen und das Hochwasser des Vorjahres. Offizielle Zahlen zum Rattenbestand liegen der Stadt laut diesem Bericht nicht vor. Für die Schädlingsbekämpfung Augsburg zählt deshalb der einzelne Befall: Wo sind die Laufwege, wo der Zugang ins Haus?
Rattenbefall in Augsburg: was Eigentümer wissen sollten
Auf städtischen Grünflächen kümmert sich das Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen um Ratten. Laut einem Bericht des Augsburg Journal bekämpft es die Tiere dort, wenn eigene Beobachtungen oder Beschwerden aus der Bürgerschaft vorliegen, etwa an Jakoberwall, Oblatterwall und in der Schöppleranlage. Am Oberhauser Bahnhof stimmten sich im November 2021 Deutsche Bahn, Stadt und weitere Beteiligte zu einer gemeinsamen Bekämpfung ab.
Auf Privatgrund liegt die Verantwortung beim Eigentümer. Das Verwaltungsgericht Augsburg hat im März 2026 bestätigt, dass eine Behörde Rattenbekämpfung nach § 17 Abs. 2 Infektionsschutzgesetz anordnen darf, wenn der Befall nach Häufung und Ausmaß eine konkrete Gefahr darstellt. Den Eigentümer darf sie dabei als Zustandsstörer heranziehen, auch wenn er die Ursache bei seinem Mieter sieht. Der Eilantrag eines Hauseigentümers, der den Befall einem Gastwirt zuschrieb, blieb ohne Erfolg.
Das Sachgebiet Hygiene und Gesundheitsaufsicht im städtischen Amt für Gesundheit und Prävention berät bei Schädlingsbefall und kann Maßnahmen anordnen. Damit es nicht so weit kommt, lohnt es sich, früh eine Schädlingsbekämpfung Augsburg zu beauftragen und die Bekämpfung schriftlich bestätigen zu lassen.
Welche Stelle in Augsburg wofür zuständig ist
Je nach Tier sind in der Fuggerstadt unterschiedliche Stellen gefragt. Diese Übersicht beruht auf den Angaben der Stadt Augsburg:
- Schädlingsbefall mit Gesundheitsgefahr: Amt für Gesundheit und Prävention, Sachgebiet Hygiene und Gesundheitsaufsicht.
- Ratten auf städtischen Grünflächen: Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen.
- Wespen- und Hornissennester: Meldung über das Online-Formular „Insektennest“ der Unteren Naturschutzbehörde, Dr.-Ziegenspeck-Weg 10.
- Hummeln und andere Wildbienen: besonders geschützt, Auskunft gibt ebenfalls die Naturschutzbehörde.
- Steinmarder auf dem Dachboden: Untere Jagdbehörde, denn Marder fallen unter das Bundesjagdgesetz.
Schädlinge in der Mietwohnung in Augsburg: wer zahlt
Bemerken Sie als Mieter Ungeziefer, sagen Sie Ihrem Vermieter sofort Bescheid, am besten schriftlich und mit Fotos. Er ist für einen Mangel der Mietsache verantwortlich. Schränkt der Befall das Wohnen spürbar ein, kann nach § 536 BGB die Miete gemindert sein. Wie stark, hängt vom Einzelfall ab, eine feste Quote gibt das Gesetz nicht vor.
Laufende Kosten der Ungezieferbekämpfung zählt § 2 Nr. 9 der Betriebskostenverordnung zu den Betriebskosten, die auf Mieter umgelegt werden können. Ob das für einen einzelnen Einsatz gilt, entscheiden Mietvertrag und Anlass. Eine Bescheinigung der Schädlingsbekämpfung Augsburg dokumentiert, was gefunden und was getan wurde.
Wespen und Hornissen in Augsburg: Schutz, Ausnahmen, Bußgeld
Die Stadt unterscheidet klar: Die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe stehen unter dem allgemeinen Schutz nach § 39 Bundesnaturschutzgesetz. Hornissen sind dagegen besonders geschützt und dürfen weder verletzt noch getötet werden. Ein früh entdecktes Hornissennest lässt sich laut Stadt meist gut umsiedeln.
Ausnahmen von den Verboten des § 44 Bundesnaturschutzgesetz erteilt die Untere Naturschutzbehörde im Einzelfall. Eine Beseitigung genehmigt sie nach eigenen Angaben nur, wenn eine Umsiedlung wegen der Lage des Nestes nicht möglich ist. Der Antrag ist schriftlich zu stellen und kostenpflichtig. Wer ohne Erlaubnis handelt, riskiert laut Stadt ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro. Die Schädlingsbekämpfung Augsburg von Falkor24 wird bei Hornissen deshalb erst tätig, wenn die Genehmigung vorliegt.
Bis dahin rät die Stadt, rund zwei Meter Abstand zum Nest zu halten und die Tiere nicht zu reizen.
Asiatische Hornisse: worauf Augsburg vorbereitet ist
Seit März 2025 gilt die Asiatische Hornisse nach Artikel 19 der EU-Verordnung 1143/2014 als invasive Art, die dem Management unterliegt. In Augsburg ist dafür die Untere Naturschutzbehörde der Stadt zuständig. Nach dem Stand ihrer Informationsseite gab es in Stadt und Landkreis Augsburg noch keinen Nachweis.
Wer ein verdächtiges Nest entdeckt, meldet es der Behörde und hält großen Abstand. Die Stadt schreibt ausdrücklich, dass die Entfernung in die Hände professioneller Schädlingsbekämpfer gehört. Ein Foto per WhatsApp an die Schädlingsbekämpfung Augsburg hilft, das Tier von der heimischen Hornisse zu unterscheiden.
Tauben in Augsburg: Fütterungsverbot und Taubenschläge
Seit dem 1. April 2023 gilt in Augsburg eine Verordnung, die das Füttern verwilderter Tauben verbietet, ausdrücklich auch mit Mais, Kernen, Körnern, Backwaren oder Reis. Ausgenommen sind nur die städtischen Futterstellen und Taubenschläge. Verstöße können mit einer Geldbuße von bis zu 1.000 Euro geahndet werden.
Parallel betreibt die Stadt zehn Taubenschläge und zwei Taubentürme. Dort werden die Tiere artgerecht gefüttert, ihre Eier gegen Attrappen getauscht. Rund fünf Tonnen Kot im Jahr sammeln sich so in Schlägen und Türmen und werden von den Stadtreinigern entsorgt. Seit 2017 betreut der Tierschutzverein Augsburg und Umgebung das Konzept. Sitzen trotzdem Tauben dauerhaft auf Ihrem Balkon oder Gesims, schützen Netze, Spikes und Spanndrähte das Gebäude. Diese Taubenabwehr übernimmt ebenfalls die Schädlingsbekämpfung Augsburg.
Stand der Angaben: 17. Oktober 2026
Quellen zu den Angaben auf dieser Seite