Wissenswertes zur Schädlingsbekämpfung Leipzig
Leipzig wächst, baut um und saniert. Das verändert auch die Lebensräume von Ratten, Mäusen und Insekten. Auf dieser Seite lesen Sie, welche Regeln für die Schädlingsbekämpfung Leipzig gelten, welche Ämter zuständig sind, wer die Kosten trägt und wie Sie einem neuen Befall vorbeugen.
Gründerzeit, Platte und Auwald: warum Leipzig Schädlinge anzieht
Leipzig hat einen großen Teil seiner Vorkriegsbebauung behalten. Gründerzeitviertel wie das Waldstraßenviertel, in dem 626 von 845 Gebäuden Einzeldenkmale sind, prägen ganze Stadtteile. Alte Keller, Hohlräume in Decken und Mauern sowie verwinkelte Hinterhöfe bieten Mäusen und Ratten viele Verstecke. Dazu kommen die Großsiedlungen Grünau und Paunsdorf mit vielen Wohnungen auf engem Raum und gemeinsamen Müllplätzen.
Unter der Stadt liegen rund 2.900 Kilometer Abwasserkanäle, darüber fließen Weiße Elster, Pleiße und Parthe, begleitet vom Auwald. Etwa die Hälfte des Stadtgebiets ist Grünfläche. Für die Schädlingsbekämpfung Leipzig bedeutet das: Ratten finden zwischen Ufer, Park und Kanal viele Wege zu Höfen, in denen Essensreste offen herumliegen.
Rattenbefall in Leipzig: die Anzeigepflicht nach § 22
In Leipzig regelt die städtische Polizeiverordnung die Rattenbekämpfung. Gemeint ist die Polizeiverordnung über öffentliche Sicherheit und Ordnung, beschlossen am 26. Februar 2020 und seit dem 7. Juni 2020 in Kraft. Nach § 22 müssen Eigentümer von bebauten und unbebauten Grundstücken, von Kanalisationen, Garten- und Parkanlagen, Ufern und Eisenbahnanlagen einen Befall mit Ratten unverzüglich der Stadt Leipzig anzeigen und nach den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes bekämpfen lassen.
Neben dem Eigentümer ist auch verantwortlich, wer die tatsächliche Gewalt über das Grundstück ausübt. Nach Angaben der Stadt verpflichtet die Gefahrenabwehrbehörde die Eigentümer zur Bekämpfung, wer nicht reagiert, muss mit ordnungsrechtlichen Maßnahmen rechnen. Verstöße gegen die Anzeigepflicht können mit einer Geldbuße bis 5.000 Euro geahndet werden. Mit der Rattenbekämpfung Leipzig von Falkor24 erhalten Sie eine Dokumentation der Maßnahme, die Sie der Stadt vorlegen können.
Wie hartnäckig das Thema ist, zeigte im Juni 2025 die Ratsversammlung: Der Stadtbezirksbeirat Ost meldete starken Befall in Paunsdorf, die Stadt richtete daraufhin eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe ein. Auch aus Gohlis-Nord und Grünau wurde von Ratten berichtet.
Wer in Leipzig was meldet
Nicht jeder Fund muss gemeldet werden. Für die Schädlingsbekämpfung Leipzig hilft diese Übersicht aus der Polizeiverordnung und den Angaben der städtischen Ämter:
- Ratten auf dem Grundstück: Der Eigentümer zeigt den Befall unverzüglich der Stadt an und sorgt für die Bekämpfung. Mieter informieren ihren Vermieter oder die Hausverwaltung.
- Ratten im Kanal: Sichtungen nehmen die Leipziger Wasserwerke über ihre Leitwarte entgegen. Sie zählen jährlich etwa 50 Rattenmeldungen und legen Köder in der Kanalisation aus.
- Taubenzecken: Ein Befall ist nach § 22 Abs. 2 ebenfalls unverzüglich der Stadt anzuzeigen, die Bekämpfung ordnet die Stadt gegenüber dem Eigentümer an.
- Eichenprozessionsspinner: Hinweise nimmt das Amt für Stadtgrün und Gewässer entgegen, möglichst mit genauem Fundort und Foto.
- Mäuse, Schaben, Bettwanzen, Wespen: Die Polizeiverordnung sieht dafür keine Anzeige vor.
Mietwohnung in Leipzig: Kosten und Minderung
Bemerken Sie als Mieter Schädlinge, informieren Sie zuerst Ihren Vermieter oder die Hausverwaltung, denn auf dem Grundstück ist der Eigentümer zur Anzeige und Bekämpfung verpflichtet. Die Kosten der Ungezieferbekämpfung gehören nach § 2 Nr. 9 Betriebskostenverordnung zu den Betriebskosten, die auf Mieter umgelegt werden können. Ob das auch für einen einmaligen Einsatz gilt oder nur für laufende Vorbeugung, ist eine Frage des Einzelfalls und des Mietvertrags.
Beeinträchtigt der Befall die Nutzung der Wohnung, kann nach § 536 BGB eine Minderung der Miete in Betracht kommen. Wie hoch sie ausfällt, lässt sich nicht pauschal sagen. Lassen Sie sich im Zweifel von einem Mieterverein beraten. Ein schriftlicher Bericht der Schädlingsbekämpfung Leipzig über Befund und Maßnahmen ist dabei eine gute Grundlage.
Hornissen und Wespen in Leipzig: Genehmigung vom Amt für Umweltschutz
Die Hornisse, Knopfhorn- und Kreiselwespen sowie alle heimischen Wildbienen und Hummeln sind besonders geschützt. Ihre Nester dürfen nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz nicht ohne Weiteres beschädigt oder zerstört werden. Für eine Umsiedlung oder Bekämpfung braucht es die Genehmigung der Naturschutzbehörde der Stadt Leipzig, die beim Amt für Umweltschutz angesiedelt ist.
Der Antrag wird schriftlich gestellt. Die Behörde braucht die Art, die genaue Lage des Nestes, eine Begründung wie Allergie, Kleinkinder oder Bauarbeiten, den geplanten Zeitpunkt und bei einer Umsiedlung die beauftragte Firma. Für Wespennest entfernen Leipzig gilt deshalb: Erst bestimmt die Schädlingsbekämpfung Leipzig, welches Insekt Sie vor sich haben, dann klären wir, ob eine Genehmigung nötig ist.
So beugen Sie in Leipzig neuem Befall vor
Ratten folgen dem Futter. Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal nannte 2025 ungetrennte Abfälle, die neben den Tonnen abgestellt werden, als Ursache, die Wasserwerke warnen vor Speiseresten in der Toilette. Für die Schädlingsbekämpfung Leipzig heißt das: Viel lässt sich schon mit einfachen Mitteln verhindern.
- Essensreste nie in Toilette oder Spüle entsorgen, sie locken Ratten aus dem Kanal an.
- Mülltonnen geschlossen halten, keine Säcke daneben abstellen.
- Wildlebende Tauben und Ratten nicht füttern, das verbietet § 21 der Polizeiverordnung.
- Vorräte in Keller und Speisekammer in festen, dichten Behältern lagern.
- Löcher in Kellerwänden und undichte Rohrdurchführungen schließen lassen.
Eichenprozessionsspinner und Tauben in Leipzig
Im Juni 2025 meldete die Stadt den Eichenprozessionsspinner an Eichen im Stadtgebiet. Die Brennhaare der Raupen können Hautekzeme und Reizungen von Augen und Atemwegen auslösen. In der Nähe von Häusern, Wegen und Spielplätzen lässt das Amt für Stadtgrün und Gewässer die Nester von einer Spezialfirma absaugen und kennzeichnet befallene Bereiche. Fassen Sie Raupen und Nester nicht an und melden Sie Funde per E-Mail an die Stadt.
Tauben dürfen in Leipzig nicht gefüttert werden, und ein Befall mit Taubenzecken ist anzeigepflichtig. Gegen Tauben an Balkon, Sims oder Dach helfen Netze, Spikes und Spanndrähte, die die Vögel fernhalten, ohne sie zu verletzen. Auch dafür ist die Schädlingsbekämpfung Leipzig von Falkor24 Ihr Ansprechpartner.
Stand der Angaben: 17. Oktober 2026
Quellen zu den Angaben auf dieser Seite