Schädlingsbekämpfung Nürnberg: Wissen, Zuständigkeiten und Tipps
Wer ist für Ratten zuständig, was hat sich 2026 beim Rattengift geändert und darf man ein Hornissennest selbst entfernen? Die Antworten stützen sich auf die Angaben von Gesundheitsamt, Umweltamt und Umweltreferat der Stadt Nürnberg. Damit wissen Sie schon vor dem Anruf bei der Schädlingsbekämpfung Nürnberg, wie es weitergeht.
Pegnitz, Kanäle, dichte Bebauung: was Nürnberg für Schädlinge bietet
Die Pegnitz durchquert das Stadtgebiet auf etwa 14 Kilometern von Ost nach West, in der Altstadt ist sie stark kanalisiert. Bis zur Ringstraße prägt eine dichte Bebauung das Stadtbild. Unter der Stadt liegt nach Angaben der Stadt ein Kanalnetz von rund 1.470 Kilometern, an das rund 603.000 Menschen angeschlossen sind, darunter etwa 60.000 aus Umlandgemeinden.
Ratten leben gern dort, wo es Wasser, Deckung und Nahrung gibt. Das Gesundheitsamt kontrolliert befallsgefährdete Bereiche nach eigenen Angaben regelmäßig, einige Plätze sind dadurch inzwischen frei von Ratten. Wie ernst die Stadt das nimmt, zeigte sich im Mai 2026: Der Spielplatz an der Singerstraße und Melanchthonstraße wurde wegen Rattenbekämpfung für voraussichtlich sechs bis acht Wochen gesperrt. Für die Schädlingsbekämpfung Nürnberg heißt das: Befall kann überall auftreten, auch abseits von Bahnhof und Altstadt.
Ratten in Nürnberg: wer zuständig ist und was Sie tun
Für Ratten ist in Nürnberg das Gesundheitsamt zuständig, genauer die Hygienesachbearbeitung in der Gleißbühlstraße 2. Ratten auf öffentlichen Plätzen oder in Anlagen melden Sie per E-Mail an gh-hygiene@stadt.nuernberg.de oder über das Kontaktformular der Stadt. Die Stadt beauftragt dann eine Fachfirma. Im öffentlichen Kanalnetz bekämpft der Stadtentwässerungsbetrieb die Tiere, jede städtische Dienststelle kümmert sich um ihre eigenen Flächen.
Auf Privatgrund sind Sie als Eigentümer selbst gefragt. Das Gesundheitsamt rät, sich mit den Nachbarn abzustimmen, denn Ratten halten sich nicht an Grundstücksgrenzen. Nach dem Infektionsschutzgesetz können Behörden die Bekämpfung von Gesundheitsschädlingen anordnen. So weit muss es nicht kommen, wenn Sie früh eine Schädlingsbekämpfung Nürnberg beauftragen, die den Befall bis zur Nachkontrolle begleitet.
Rattengift 2026: was sich für Nürnberger Haushalte geändert hat
Laut Gesundheitsamt Nürnberg dürfen Rattengifte mit Antikoagulanzien seit dem 26. April 2026 nicht mehr an Privatpersonen verkauft werden. Für Restbestände in Privathand hat die Stadt eine Aufbrauchfrist bis zum 22. Oktober 2026 genannt, danach ist auch damit Schluss. Schlagfallen bleiben erlaubt, sie müssen aber so aufgestellt werden, dass Kinder und Hunde nicht an sie herankommen.
Für viele Haushalte heißt das: Wer einen Rattenbefall dauerhaft loswerden will, braucht professionelle Hilfe. Die Stadt verweist dafür selbst auf Firmen für Schädlingsbekämpfung. Die Schädlingsbekämpfung Nürnberg von Falkor24 setzt Köder nur in verschlossenen Stationen ein und dokumentiert, wo sie stehen und wann sie kontrolliert wurden.
Ansprechpartner der Stadt Nürnberg im Überblick
Welche Stelle wofür zuständig ist, hängt vom Tier und vom Ort ab. Diese Übersicht folgt den Angaben der Stadt:
- Ratten auf öffentlichen Flächen: Gesundheitsamt, Hygienesachbearbeitung, per E-Mail oder Kontaktformular.
- Ratten im öffentlichen Kanal: Stadtentwässerungsbetrieb.
- Hornissennester: Hornissenberatung und Untere Naturschutzbehörde im Umweltamt, Bauhof 2.
- Hummeln, Wildbienen, Knopfhorn- und Kreiselwespen: Regierung von Mittelfranken.
- Hygienemängel in Lebensmittelbetrieben: Ordnungsamt, Lebensmittelüberwachung am Inneren Laufer Platz 3.
Mieter in Nürnberg: Befall melden, Kosten und Minderung
Entdecken Sie in Ihrer Mietwohnung Schaben, Bettwanzen oder Mäuse, informieren Sie den Vermieter umgehend und möglichst schriftlich, am besten mit Fotos. Beeinträchtigt der Befall die Nutzung der Wohnung, kann die Miete nach § 536 BGB gemindert sein. Wie hoch eine Minderung ausfällt, hängt immer vom Einzelfall ab.
Die Kosten einer laufenden Ungezieferbekämpfung können nach § 2 Nr. 9 der Betriebskostenverordnung als Betriebskosten auf die Mieter umgelegt werden. Ob das auch für einen einzelnen Einsatz gilt, richtet sich nach Mietvertrag und Ursache. Eine schriftliche Bescheinigung der Schädlingsbekämpfung Nürnberg hält fest, was gefunden und was unternommen wurde.
Hornissen und Wespen in Nürnberg: Beratung und Genehmigung
Das Umweltamt unterscheidet genau. Deutsche Wespe und Gemeine Wespe stehen unter allgemeinem Schutz nach § 39 Bundesnaturschutzgesetz. Ist ihr Nest eine unzumutbare Belastung, kann ein beauftragter Schädlingsbekämpfer es ohne Genehmigung entfernen. Alle Hornissen sind dagegen nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt.
Bei Hornissen schaut zuerst die ehrenamtliche Hornissenberatung der Stadt auf die Lage, oft lässt sich das Nest mit einfachen Mitteln erhalten. Muss es weg, beantragen Sie die Ausnahme online oder bei der Unteren Naturschutzbehörde. Dafür brauchen Sie eine genaue Beschreibung des Neststandortes, möglichst mit Foto, und die Vorgangsnummer der Beratung. Nach der Genehmigung entfernt die Schädlingsbekämpfung Nürnberg das Nest fachgerecht.
Für Hummeln und andere Wildbienen sowie für Knopfhorn- und Kreiselwespen ist nicht die Stadt, sondern die Regierung von Mittelfranken zuständig.
Tauben füttern verboten: Nürnbergs Regeln und Vorbeugung
Seit dem 1. August 2016 gilt die Nürnberger Taubenfütterungsverbotsverordnung. Sie verbietet, verwilderte Tauben im Stadtgebiet zu füttern oder Lebensmittel auszulegen, die Tauben erfahrungsgemäß fressen. Wer dagegen verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Laut Umweltreferat gilt das Fütterungsverbot auch für Wasservögel und Fische.
Die Begründung der Stadt betrifft auch Ratten: Wo Tauben gefüttert werden, treten mehr Ratten auf, weil Wanderratten kohlenhydratreiche Nahrung bevorzugen. Halten sich Tauben trotzdem dauerhaft auf Ihrem Balkon oder Dach auf, helfen Netze, Spikes und Spanndrähte. Für Vogelfreunde rät das Gesundheitsamt, Meisenknödel frei hängend in mindestens 1,8 bis 2 Metern Höhe anzubringen und abends abzunehmen, damit Ratten nicht an das Futter gelangen.
Stand der Angaben: 17. Oktober 2026
Quellen zu den Angaben auf dieser Seite