Wissen zur Schädlingsbekämpfung Braunschweig: Regeln, Zuständigkeit, Vorbeugung
In Niedersachsen gelten für Ratten eigene Regeln, und die Stadt Braunschweig hat dazu klare Zuständigkeiten. Auf dieser Seite fassen wir zusammen, was Eigentümer, Mieter und Betriebe zur Schädlingsbekämpfung Braunschweig wissen sollten: von der Rattenverordnung über das Taubenfütterungsverbot bis zum Hornissennest.
Warum Ratten in Braunschweig immer öfter an die Oberfläche kommen
Unter Braunschweig liegt ein Kanalnetz von rund 1.400 Kilometern, dazu kommen etwa 28.000 Sinkkästen im Straßenraum. Für Wanderratten ist das ein ideales Revier. Die Stadt schreibt selbst, dass ausgeglichene Witterung und fehlende natürliche Feinde in der Kanalisation beste Aufzuchtbedingungen schaffen. Früher blieben die Tiere vor allem an Uferböschungen und unter der Erde, heute zeigen sie sich zunehmend in Parks, Grünanlagen, Fußgängerzonen und Wohngebieten.
Hinzu kommt die Oker, die den Stadtkern in zwei Umflutgräben umfließt, und viel altes Mauerwerk: Laut Zensus 2011 standen in Braunschweig 4.744 Gebäude aus der Zeit vor 1919. Bei Bauarbeiten oder reichlichem Futterangebot kommen Ratten nach Angaben des Gesundheitsamts an die Oberfläche. Für die Schädlingsbekämpfung Braunschweig bedeutet das: Wer die Futterquelle nicht abstellt, bekommt den Befall nicht dauerhaft in den Griff.
Niedersächsische Rattenverordnung: Pflichten in Braunschweig
Rechtsgrundlage ist das Infektionsschutzgesetz zusammen mit der Verordnung über die Rattenbekämpfung im Lande Niedersachsen von 1977. Nach § 3 muss der Besitzer eines Grundstücks Ratten auf seine Kosten bekämpfen. Ist der Besitzer nicht zugleich Eigentümer, kann die Gemeinde auch den Eigentümer heranziehen. Gelingt es nicht, den Befall zu tilgen, muss das der Gemeinde gemeldet werden, die dann fachliche Weisungen erteilen kann.
Die Verordnung verlangt außerdem, dass Menschen, Haustiere und Wild bei der Bekämpfung nicht gefährdet werden. Köder an Stellen, die andere betreten können, brauchen einen deutlichen Hinweis mit Mittel, Wirkstoff und Erste-Hilfe-Angaben. Tote Ratten sind unverzüglich zu beseitigen. Wer seiner Bekämpfungspflicht nicht nachkommt, handelt ordnungswidrig. Bei der Rattenbekämpfung in Braunschweig achten wir genau auf diese Vorgaben und dokumentieren sie für Sie.
Wer ist in Braunschweig wofür zuständig?
Die Zuständigkeit hängt davon ab, wo der Schädling auftritt. Für die Schädlingsbekämpfung Braunschweig gilt nach Angaben der Stadt und der Stadtentwässerung diese Aufteilung:
- Privatgrundstück, Keller, Wohnhaus: der Grundstückseigentümer, er trägt auch die Kosten und muss die Ursache beseitigen.
- Städtische Flächen wie Grünanlagen und Spielplätze: das Gesundheitsamt der Stadt Braunschweig, Infektionsschutz, Telefon 0531 4707257.
- Öffentliches Kanalnetz: die Stadtentwässerung Braunschweig, die Köderboxen ohne Wasserkontakt einsetzt und deren Füllstand aus der Ferne prüft.
- Hornissen, Hummeln, Wildbienen: die untere Naturschutzbehörde im Fachbereich Umwelt.
- Eichenprozessionsspinner an öffentlichen Eichen: Meldung über das Bürgertelefon 0531 470-1 oder 115.
Schädlinge in der Braunschweiger Mietwohnung: wer zahlt?
Als Mieterin oder Mieter melden Sie einen Befall zuerst Ihrem Vermieter oder der Hausverwaltung, denn die Rattenverordnung verpflichtet Besitzer und Eigentümer. Nach § 2 Nr. 9 der Betriebskostenverordnung zählt die Ungezieferbekämpfung zu den Betriebskosten. Ob eine konkrete Rechnung auf Sie umgelegt werden darf, hängt vom Mietvertrag und von der Art des Einsatzes ab, bei Streit hilft ein Mieterverein weiter.
Ist die Wohnung durch den Befall nur eingeschränkt nutzbar, kann nach § 536 BGB die Miete gemindert sein. Wie stark, entscheidet der Einzelfall. Wichtig ist eine saubere Dokumentation. Nach der Schädlingsbekämpfung Braunschweig erhalten Sie deshalb auf Wunsch eine Bescheinigung über Befund, Verfahren und Nachkontrolle.
Wespennest entfernen in Braunschweig: wann eine Erlaubnis nötig ist
Die Stadt Braunschweig unterscheidet klar: Hornisse, alle heimischen Hummeln, alle Wildbienen und einige solitäre Wespenarten sind nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt. Ihre Nester dürfen nicht beseitigt werden. Muss ein Nest trotzdem umgesetzt oder entfernt werden, braucht es die Erlaubnis der unteren Naturschutzbehörde.
Die Deutsche und die Gemeine Wespe, also die Arten am Kaffeetisch, sind nur allgemein geschützt. Für ihr Nest ist keine Ausnahmegenehmigung nötig. Sie siedeln sich gern in hohlem Mauerwerk, hinter Verkleidungen oder in Jalousienkästen an. Ein Wespenvolk lebt nur etwa ein halbes Jahr, alte Nester werden nicht wieder bezogen. Bevor wir ein Wespennest in Braunschweig entfernen, bestimmen wir deshalb immer zuerst die Art.
Vorbeugen nach den Tipps des Braunschweiger Gesundheitsamts
Das Gesundheitsamt Braunschweig nennt die häufigsten Ursachen für Ratten im Wohnumfeld. Wer sie abstellt, macht die Schädlingsbekämpfung Braunschweig oft überflüssig:
- Vögel nicht übermäßig füttern und keine Futterreste für Katzen oder Igel draußen stehen lassen.
- Gekochte Speisereste, Eierschalen und Gemüsereste nicht auf den Kompost, sondern in die grüne Tonne.
- Fallobst zügig aufsammeln.
- Mülltonnen richtig befüllen und nicht überladen.
- Essensreste nie über die Toilette entsorgen, im Kanal werden sie laut Stadtentwässerung zu Rattenfutter.
Tauben, Raupen und Fütterungsverbot in Braunschweig
In Braunschweig ist das Füttern wildlebender Tauben im gesamten Stadtgebiet auf öffentlichen Straßen, in Park- und Grünanlagen verboten. So steht es in § 7 der städtischen Verordnung über die öffentliche Sicherheit und Ordnung vom Mai 2024, Verstöße können mit bis zu 5.000 Euro geahndet werden. Wie eng Tauben und Ratten zusammenhängen, zeigte 2024 der Amalienplatz an der Celler Straße: Dort führte die Stadt den erheblichen Rattenbefall auch auf illegale Taubenfütterung zurück.
Die Stadt setzt auf betreute Taubenschläge mit Eiertausch. Für Ihr eigenes Haus helfen Netze, Spikes und Spanndrähte, damit Tauben nicht auf Balkon oder Sims brüten. Von Mai bis in den Hochsommer kommt der Eichenprozessionsspinner dazu, der laut Stadt im ganzen Stadtgebiet verbreitet ist. Nester niemals selbst anfassen. Für Taubenabwehr und alle anderen Fragen ist die Schädlingsbekämpfung Braunschweig von Falkor24 rund um die Uhr erreichbar.
Stand der Angaben: 17. Oktober 2026
Quellen zu den Angaben auf dieser Seite