Schädlingsbekämpfung Gelsenkirchen: Wissen für Mieter, Vermieter und Hausbesitzer
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Emschertal, Kanal und Altbau: was Schädlinge in Gelsenkirchen begünstigt
Unter den Straßen der Stadt liegt eine öffentliche Abwasseranlage von rund 742 Kilometern Länge, betrieben für etwa 265.000 Menschen. Für Ratten ist dieses Netz ein geschützter Verkehrsweg. Laut dem Rattenfaltblatt der Stadt zeigen sich die Tiere an der Oberfläche vor allem nach Starkregen, in trockenen Sommern oder wenn am Kanal gebaut wird.
Dazu kommt die Landschaft. Das Emschertal mit dem Rhein-Herne-Kanal zieht sich durch die Mitte der Stadt, durch Bergsenkungen aus der Bergbauzeit muss die Emschergenossenschaft dort Wasser pumpen. Wasserläufe, Uferböschungen und Kleingärten bieten Nagern Deckung und Nahrung, und für die Schädlingsbekämpfung Gelsenkirchen sind solche Lagen typische Ausgangspunkte eines Befalls.
Auch die Bausubstanz spielt eine Rolle. Ein großer Teil der Gelsenkirchener Wohnungen wurde vor 1970 gebaut, und 2024 standen rund 9.190 Wohnungen leer. Alte Leitungsschächte, offene Kellerfenster und unbewohnte Etagen können Schaben und Mäusen Rückzugsräume bieten, die lange niemand bemerkt.
§ 9 der Gelsenkirchener Ordnungsverordnung: Ratten auf dem eigenen Grundstück
Seit dem 12. März 2022 gilt in Gelsenkirchen die Ordnungsbehördliche Verordnung vom 1. März 2022. Ihr § 9 schreibt vor, dass Grundstücke frei von Ratten gehalten werden. Wer bekämpft, darf dafür nur zugelassene Mittel verwenden und muss jede Auslegestelle mit einem Schild kenntlich machen. Menschen und andere Tiere dürfen dabei nicht gefährdet werden.
Nach der Bekämpfung sind tote Tiere ohne Verzögerung zu entsorgen und übrig gebliebene Köder wieder einzusammeln. Verpflichtet sind Eigentümer oder Erbbauberechtigte, ersatzweise derjenige, der tatsächlich über das Grundstück verfügt. Die Pflichten zu Mitteln, Schildern und Aufräumen gelten ausdrücklich auch für Schädlingsbekämpfer, die im Auftrag handeln.
Verstöße kann die Stadt als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße von 5 bis 1.000 Euro ahnden. Mit der Schädlingsbekämpfung Gelsenkirchen von Falkor24 erfüllen Sie diese Pflichten, ohne sich selbst um Köder, Schilder und Entsorgung kümmern zu müssen.
GELSENDIENSTE, GELSENKANAL oder Eigentümer: wer in Gelsenkirchen handelt
Sehen Sie Ratten auf einem Gehweg, einer Grünanlage oder einem Spielplatz, ist die Stadt zuständig. Gemeldet wird das bei der Leitstelle für Sicherheit und Ordnung unter 0209 169 3000 oder über den Mängelmelder GE-meldet. Auf öffentlichen Flächen beauftragt GELSENDIENSTE Fachfirmen mit dem Auslegen der Köder, im Kanal übernimmt GELSENKANAL. Wegen der Vorgaben der Biozid-Zulassung geschieht das nur dort, wo tatsächlich ein Befall festgestellt ist.
Auf privatem Grund dagegen muss der Eigentümer selbst tätig werden. Mieterinnen, Mieter und Nachbarn wenden sich zuerst an ihn. Kümmert er sich nicht, kann nach Auskunft der Stadt das Referat Öffentliche Sicherheit und Ordnung eingeschaltet werden. Wer als Eigentümer den Weg über die Behörde vermeiden will, beauftragt am besten frühzeitig eine fachkundige Schädlingsbekämpfung in Gelsenkirchen.
Nicht jede öffentliche Fläche gehört übrigens der Stadt. Manche Wege und Grünstreifen liegen beim Regionalverband Ruhr oder bei Straßen.NRW, darauf weist die Stadt in ihrem Faltblatt zum Eichenprozessionsspinner hin.
Wer in Gelsenkirchener Mietshäusern die Bekämpfung bezahlt
Die Betriebskostenverordnung nennt in § 2 Nr. 9 die Kosten der Ungezieferbekämpfung ausdrücklich als Betriebskosten. Für Vermieter in Gelsenkirchen heißt das: Laufende Vorbeugung, etwa regelmäßig kontrollierte Köderstationen auf dem Hof, kann über die Nebenkosten umgelegt werden, wenn der Mietvertrag das vorsieht. Ob eine einzelne Bekämpfung nach einem akuten Befall genauso abgerechnet werden darf, hängt vom Vertrag und vom Einzelfall ab.
Für Mieter gilt § 536 BGB. Ist die Wohnung wegen eines erheblichen Befalls nur noch eingeschränkt nutzbar, kann die Miete gemindert sein, solange der Mangel besteht. Melden Sie Schaben, Bettwanzen oder Ratten deshalb schriftlich beim Vermieter, möglichst mit Fotos und Datum. Eine schriftliche Bestätigung nach unserem Einsatz hilft beiden Seiten, den Ablauf nachzuweisen.
Eine Rechtsberatung ersetzt dieser Überblick nicht. Bei Streit über Kosten oder Minderung sind Mieterverein, Haus- und Grundbesitzerverein oder eine Anwaltskanzlei die richtigen Ansprechpartner.
Wespen, Hornissen und die Untere Naturschutzbehörde Gelsenkirchen
Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt gehört zum Referat Umwelt, ihr Dienstgebäude liegt am Rathausplatz 1. In ihrem Infoblatt rät sie zunächst zu Geduld: Ein Wespenvolk lebt nur einen Sommer, stirbt je nach Art zwischen August und November ab, und das alte Nest wird im nächsten Jahr nicht wieder bezogen. Geht es am Haus trotzdem nicht, soll das Nest nur von Schädlingsbekämpfern entfernt werden.
Die Feuerwehr Gelsenkirchen rückt laut Infoblatt nur noch bei Gefahren an öffentlichen Gebäuden oder auf öffentlichen Flächen wie Spielplätzen und Friedhöfen aus. Am Privathaus ist also die Schädlingsbekämpfung Gelsenkirchen die richtige Adresse, wenn ein Nest der Gemeinen oder der Deutschen Wespe direkt am Eingang, am Kinderzimmerfenster oder am Balkon hängt.
Anders bei Hornissen, Hummeln, Wildbienen und geschützten Wespenarten. Sie stehen unter dem besonderen Artenschutz des § 44 Bundesnaturschutzgesetz. Ihre Nester dürfen nur in Ausnahmefällen beseitigt oder umgesiedelt werden, und dafür braucht es eine Ausnahmegenehmigung der Unteren Naturschutzbehörde. Oft genügt schon ein Fliegengitter zum Innenraum hin. Wir bestimmen die Art und sagen Ihnen ehrlich, welcher Weg in Ihrem Fall infrage kommt.
Ratten vorbeugen: Tipps der Stadt Gelsenkirchen für Haus und Garten
Die meisten Ratten lassen sich gar nicht erst anlocken, wenn sie kein Futter finden. Die Stadt empfiehlt in ihrem Faltblatt, keine Speisereste über Toilette oder Spüle zu entsorgen, denn genau damit füttern Haushalte die Tiere im Kanal. Essensreste gehören geruchsdicht verpackt in die Tonne, Müllsäcke nie daneben auf den Boden.
Im Garten sollte der Komposter geschlossen sein, Verpackungen kommen ausgespült in die Gelbe Tonne. Vogelfutter, das auf den Rasen fällt, und offen stehende Tierfutterschalen ziehen Nager ebenso an. Prüfen Sie außerdem Kellerschächte und Lüftungsgitter: Schon kleine Spalten reichen einer jungen Ratte als Einstieg.
Entdecken Sie trotzdem Kot, Laufspuren oder frisch gegrabene Löcher am Haus, warten Sie nicht ab. Je früher die Rattenbekämpfung in Gelsenkirchen beginnt, desto kleiner bleibt der Befall und desto weniger Köder sind nötig.
Tauben, Katzen und Eichenspinner in Gelsenkirchen
Wer Tauben füttert, verstößt in Gelsenkirchen gegen § 7 Abs. 3 der Ordnungsbehördlichen Verordnung. Das Verbot erfasst auch verwilderte Katzen, nur eingetragene Tierschutzvereine können eine Genehmigung bekommen. Liegengebliebenes Futter lockt neben Tauben auch Ratten an, deshalb hängen beide Themen eng zusammen.
Beim Eichenprozessionsspinner koordiniert das Referat Öffentliche Sicherheit und Ordnung die Bekämpfung auf städtischen Flächen. Laut Faltblatt von 2020 hat GELSENDIENSTE dafür 200 Meisennistkästen und 200 Duftstofffallen erprobt, befallene Nester werden von Fachfirmen abgesaugt. Die Brennhaare können bis zu einem Jahr an Kleidung haften. Steht die befallene Eiche auf Ihrem Grundstück, liegt die Verantwortung bei Ihnen als Eigentümer.
Stand der Angaben: 17. Oktober 2026
Quellen zu den Angaben auf dieser Seite